Frühe Spuren im Bildgedächtnis

Wie vorsprachliche Erfahrungen und transgenerationale Prägungen das bildnerische Ausdrucksrepertoire formen.

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„Was du zeichnest, erinnert sich an etwas, das du längst vergessen hast.“

Was wir nicht erinnern, spricht oft in Bildern.

Manche Bilder sprechen, noch bevor ein Wort fällt. In der Kunsttherapie begegnen wir Linien, Formen und Farben, die weit zurückreichen – bis in vorsprachliche Erfahrungen oder gar transgenerationale Übertragungen hinein. Dieses Seminar öffnet einen geschützten Raum, in dem solche stummen Zeugen sichtbar werden dürfen: achtsam, behutsam und künstlerisch ausdrucksstark.
Sie schärfen dabei Ihre Wahrnehmung für implizite Bildbotschaften und erweitern Ihr therapeutisches Repertoire – für mehr Tiefe, Resonanz und Wirksamkeit im kunsttherapeutischen Prozess.

In meiner kunsttherapeutischen Arbeit erlebe ich es immer wieder:
Klient: innen bringen Bilder mit, die mehr über ihre vorsprachliche Lebensgeschichte erzählen als jedes Wort.

Welche Spuren haben frühe sensorische Erfahrungen hinterlassen?
Welche Symbole sind familiär vererbt – und wie zeigt sich das im Bild?

Dieses Seminar verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse, psychodynamische Perspektiven mit unserer kunsttherapeutischen Praxis.

Ideal für alle, die sich vertiefend mit der Frage beschäftigen möchten:
Welche Bilder gehören mir – und welche habe ich geerbt?

 

Ihre Benefits auf einen Blick

Ein intensiver Zugang zu tieferen Bildschichten, neue Impulse für Ihre kunsttherapeutische Praxis – und Aha-Momente im vertrauensvollen Austausch mit Kolleg:innen. Sie lernen, vorsprachliche Spuren zu erkennen, unbewusste Muster sichtbar zu machen und neue Wege zu finden – besonders dann, wenn Worte nicht mehr weiterführen.
  • Direkter Zugang zu tiefen Bildern – erkennen Sie vorsprachliche Inhalte im Malprozess
  • Neue Tools für die Praxis – wie Sie in wenigen Minuten unbewusste Muster sichtbar machen
  • Selbsterfahrung mit Reflexionsraum – Aha-Momente und vertiefte Wahrnehmung
  • Austausch in einer vertrauten Gruppe – gemeinsam reflektieren & lernen
  • Impulse für stagnierende Fälle – wenn Worte nicht mehr genügen

 

Über das Seminar 

Datum & Zeit: Freitag 24.10.2025  

Dauer: 15.00 Uhr bis 20.30 Uhr|  

Ort: Online via Zoom

Zielgruppe: Kunsttherapeut:innen, Therapeut:innen, Supervisor:innen, Coaches mit kunsttherapeutischem Background

Kosten: 105€ (Studenten Ermäßigung möglich)

Form: Live-Input, selbst-reflexive Übungen, Bildbetrachtung in Kleingruppen (Breakouts). 

Seminarleitung:

Prof. Hildrun Rolff ist Kunsttherapeutin, Kunstcoach und Künstlerin. Sie bringt ihre umfangreiche Expertise als Professorin für Kunsttherapie, Supervisorin und Lehrtherapeutin, insbesondere mittels biografiebasierter Ansätze, in ihre Seminare ein. Ihr künstlerisches Wissen kombiniert sie mit psychotherapeutischen Methoden, stellt Bezüge zur Entwicklungsphysiologie und -psychologie her und verknüpft ihre Kenntnisse mit gezielten Kunstinterventionen. Ihre 18-jährige akademische Laufbahn umfasste die Leitung eines BA Studiengangs Kunsttherapie und des Instituts für künstlerisch-wissenschaftliche Weiterbildungen „Künstlerische Therapien interdisziplinär Medizin und Psychologie“ an der Alanus Hochschule.

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